

ICA: Wie verändert sich das Verständnis des WIR zwischen ‚Wir Zwei‘ in Köln und „Klammer auf Wir” in Neuwied?
Alex & Verena: Das WIR ist hier gleichzeitig Titel, Haltung und Methode. Die Ausstellung in Neuwied heißt „Klammer auf wir“. In Köln heißt sie „Wir Zwei“. „Wir Zwei” ist sozusagen die zweite Ausstellung, die wir gemeinsam geplant haben, obwohl sie die erste ist, die stattfindet . Der Titel beschreibt nicht nur das Duo, sondern auch eine Arbeitsweise: Alle Skulpturen sind in echter Kollaboration entstanden – keine getrennten Beiträge, sondern ein gemeinsames Denken und Machen. Das WIR ist also keine Rahmung von außen, sondern steckt im Entstehungsprozess selbst drin. Die Überschneidung zwischen Köln und Neuwied ist dabei gewollt: In Köln ist das WIR noch auf zwei Schaufenster, zwei Skulpturen, zwei Positionen konzentriert – eine Art kondensierte Form. In Neuwied öffnet sich die Klammer, und das WIR weitet sich zum kollektiven Erleben.
ICA: Was interessiert euch daran, die Arbeiten zunächst im öffentlichen Raum am Ebertplatz zu zeigen?
Alex & Verena: Die Arbeiten am Ebertplatz verstehen wir als visuelles Signal – einen Teaser oder, wenn man so will, eine Amuse-Bouche für die größere Ausstellung im Juni. Der Ort der Unterführung ist dabei kein Zufall: Wahrnehmung ist dort flüchtig, Aufmerksamkeit muss sofort entstehen. Das macht den Ort zum Gegenbild der Zeitung, die man in Ruhe liest – und genau in dieser Spannung liegt der Reiz. Die Skulpturen werfen Fragen auf, die in Neuwied weitergedacht werden.
ICA: Wie verbinden sich Materialwahl und inhaltliche Aussage in den Arbeiten am Ebertplatz?
Metall, Holz und geschreddertes Zeitungspapier sind nicht beliebig gewählt. Das Zeitungspapier trägt mehrere Bedeutungsebenen gleichzeitig: Es ist das Rohmaterial von Information, aber auch deren mögliches Ende – sowohl als gedrucktes Medium als auch als Zeitalter. Wir beschäftigen uns in der Ausstellung in Neuwied mit dem Ende des Informationszeitalters. Das Motiv des Baums, das in Köln zu sehen ist, schließt den Kreislauf: vom Rohstoff zur Zeitung zur Skulptur. Das Wort END und die Füße fügen eine körperliche und zeitliche Dimension hinzu – ein Moment zwischen Bewegung und Stillstand. Die grelle Farbigkeit schließlich ist eine direkte Reaktion auf den Ort und kein ästhetisches Selbstzweck.
ICA: Was passiert mit der Zeitung in Neuwied – und wie verändert sich dadurch die Erfahrung der Besucher:innen?
Alex & Verena: Im Kunstverein Mittelrhein wird die Idee der Zeitung räumlich. Besucher:innen betreten eine begehbare Zeitung auf Teppich – Information wird dort nicht mehr nur gelesen, sondern körperlich erfahren und durchschritten. Gleichzeitig ist die Zeitung im wahrsten Sinne des Wortes am Boden. Die Zeitung ist am Ende gewidmet. Das ist eine konsequente Weiterführung: Was in Köln noch als Fragment und Signal lesbar war, entfaltet sich in Neuwied zu einem Raum, den man wirklich bewohnen kann. In Köln ging es schon los mit dem Ende, die Zeitung war geschreddert, in Neuwied ist sie nur noch gemütlicher Wohngegend und liegt auf dem Boden, und man tritt ihn mit Füßen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem NKVM.
Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Köln und Sparkasse Köln/Bonn.

ICA: Wie verändert sich das Verständnis des WIR zwischen ‚Wir Zwei‘ in Köln und „Klammer auf Wir” in Neuwied?
Alex & Verena: Das WIR ist hier gleichzeitig Titel, Haltung und Methode. Die Ausstellung in Neuwied heißt „Klammer auf wir“. In Köln heißt sie „Wir Zwei“. „Wir Zwei” ist sozusagen die zweite Ausstellung, die wir gemeinsam geplant haben, obwohl sie die erste ist, die stattfindet . Der Titel beschreibt nicht nur das Duo, sondern auch eine Arbeitsweise: Alle Skulpturen sind in echter Kollaboration entstanden – keine getrennten Beiträge, sondern ein gemeinsames Denken und Machen. Das WIR ist also keine Rahmung von außen, sondern steckt im Entstehungsprozess selbst drin. Die Überschneidung zwischen Köln und Neuwied ist dabei gewollt: In Köln ist das WIR noch auf zwei Schaufenster, zwei Skulpturen, zwei Positionen konzentriert – eine Art kondensierte Form. In Neuwied öffnet sich die Klammer, und das WIR weitet sich zum kollektiven Erleben.
ICA: Was interessiert euch daran, die Arbeiten zunächst im öffentlichen Raum am Ebertplatz zu zeigen?
Alex & Verena: Die Arbeiten am Ebertplatz verstehen wir als visuelles Signal – einen Teaser oder, wenn man so will, eine Amuse-Bouche für die größere Ausstellung im Juni. Der Ort der Unterführung ist dabei kein Zufall: Wahrnehmung ist dort flüchtig, Aufmerksamkeit muss sofort entstehen. Das macht den Ort zum Gegenbild der Zeitung, die man in Ruhe liest – und genau in dieser Spannung liegt der Reiz. Die Skulpturen werfen Fragen auf, die in Neuwied weitergedacht werden.
ICA: Wie verbinden sich Materialwahl und inhaltliche Aussage in den Arbeiten am Ebertplatz?
Metall, Holz und geschreddertes Zeitungspapier sind nicht beliebig gewählt. Das Zeitungspapier trägt mehrere Bedeutungsebenen gleichzeitig: Es ist das Rohmaterial von Information, aber auch deren mögliches Ende – sowohl als gedrucktes Medium als auch als Zeitalter. Wir beschäftigen uns in der Ausstellung in Neuwied mit dem Ende des Informationszeitalters. Das Motiv des Baums, das in Köln zu sehen ist, schließt den Kreislauf: vom Rohstoff zur Zeitung zur Skulptur. Das Wort END und die Füße fügen eine körperliche und zeitliche Dimension hinzu – ein Moment zwischen Bewegung und Stillstand. Die grelle Farbigkeit schließlich ist eine direkte Reaktion auf den Ort und kein ästhetisches Selbstzweck.
ICA: Was passiert mit der Zeitung in Neuwied – und wie verändert sich dadurch die Erfahrung der Besucher:innen?
Alex & Verena: Im Kunstverein Mittelrhein wird die Idee der Zeitung räumlich. Besucher:innen betreten eine begehbare Zeitung auf Teppich – Information wird dort nicht mehr nur gelesen, sondern körperlich erfahren und durchschritten. Gleichzeitig ist die Zeitung im wahrsten Sinne des Wortes am Boden. Die Zeitung ist am Ende gewidmet. Das ist eine konsequente Weiterführung: Was in Köln noch als Fragment und Signal lesbar war, entfaltet sich in Neuwied zu einem Raum, den man wirklich bewohnen kann. In Köln ging es schon los mit dem Ende, die Zeitung war geschreddert, in Neuwied ist sie nur noch gemütlicher Wohngegend und liegt auf dem Boden, und man tritt ihn mit Füßen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem NKVM.
Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Köln und Sparkasse Köln/Bonn.